Interview mit der „Wasserburger Stimme“

Foto: Renate Drax

Die Online-Zeitung Wasserburger Stimme befasst sich mit Themen rund um die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg, sowie der Grafschaft Haag. Sie wollen die Menschen in der Stadt zu Diskussionen auf allen Gebieten anregen. Im Februar besuchten wir die Redaktion im Herzen von Wasserburg und hatten Gelegenheit Christian Huber und Renate Drax zu interviewen.

Worüber berichten Sie persönlich am liebsten?
Renate Drax: Ich berichte sehr gerne über Sport. Eigentlich komme ich aus dem Feuilliton und war davor bei der Ebersberger Zeitung. Konkret macht mir alles Spaß, aber über Sport berichte ich am liebsten und fotografiere auch gerne. Wir fotografieren das meiste selbst. Heutzutage ist das durch die digitale Fotografie viel einfacher geworden. Man muss ja nicht mehr entwickeln.
Christian Huber: Ich kann zum Beispiel nicht gut fotografieren. Ich mach‘ dann halt einfach 20 Bilder. Da ist dann schon ein Brauchbares dabei. Das konnte man früher natürlich nicht. Die Entwicklung hat sehr viel Geld gekostet.
Renate Drax: Ein Tipp für euch als Fotografen: Geht mehr auf Details. Natürlich fotografiert man mal eine Gruppe, aber grundsätzlich sind Details oder ein schönes Porträtfoto gerade für uns als Online-Magazin sehr gut geeignet. Eine normale Tageszeitung kann das so nicht bieten. Man kann damit viel mehr aussagen.

Christian Huber macht am liebsten „Feuerwehr und Polizei“. Dann geht sein Puls SOFORT hoch. Es macht ihm einfach Spaß. Es ist zwar schlimm, aber was soll man machen. Natürlich wird das auch am meisten geklickt. Doch Renate Drax ist froh, dass Christian Huber diesen Part übernimmt, weil ihre Tochter mal einen schweren Unfall hatte, meidet sie solche Situationen.
Christian Huber ergänzt noch, dass er aber schon im Hintergrund bleibt, um die Einsatzkräfte nicht zu stören. Da gibt es „journalistische Grundsätze.“ Auch Renate Drax weist daraufhin, dass man sich wirklich gut überlegen muss, was man schreibt. Gerade online klickt man so schnell auf veröffentlichen. Man sollte immer „achtsam“ sein.
Sehr schwierig ist es auch mit der Kommentarfunktion. Bei Unfällen gibt die Wasserburger Stimme, zum Beispiel, gar keine Möglichkeit zu kommentieren, weil die Leute wirklich unmögliche Dinge schreiben.

Wann ist die Wasserburger Stimme das erste Mal erschienen?
Renate Drax sagte am 23.04.2013, also schon seit 4 Jahren. Christian Huber ergänzt, dass sie im Sommer 2013 dann das „Glück“ hatten, dass in Wasserburg ein großes Hochwasser war und sie als schnellstes darüber berichtet haben. Dadurch ist die Wasserburger Stimme sehr bekannt geworden.

Warum genau sollte ich jetzt die Wasserburger Stimme lesen und keine andere Online-Zeitung? Was unterscheidet euch von anderen Zeitschriften?
Weil sie die schnellsten sind und weil sie die meisten Nachrichten haben: 30 Nachrichten pro Tag. Trotzdem ist ihnen Seriosität und ein gewisses Niveau wichtig. Das fängt bei der Wortwahl an und besonders wichtig ist ihnen die Achtung der Menschen und der Respekt vor dem Ehrenamt.

 

Hier noch ein Vollgas-Interview mit Christian Huber:

Dieses Format haben wir uns übrigens bei der Wasserburger Stimme abgeguckt. Alles in allem war es ein sehr interessanter Einblick in die Arbeit einer Online-Redaktion.

Astrid, 10. Klasse und Quirin, 6.Klasse